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Krisenbewältigung

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Inhalt:

Unterstützung der IG Metall in der Krise

Die Reaktionen der Unternehmen auf die Krise lauten häufig: Kosten sparen, billiger produzieren, Stellen abbauen. Gerade jetzt ist Kreativität gefragt, wenn es darum geht, wie sich Firmen sowohl in der Krise als auch für die Zukunft aufstellen können. Wir unterstützen Betriebsräte und Beschäftigte dabei, Zukunftsstrategien für sichere Arbeitsplätze zu entwickeln und umzusetzen.

Unsere Aufgabe in der Krise

Gemeinsam mit Betriebsräten und Beschäftigten Standorte und Arbeitsplätze sichern sowie langfristige und nachhaltige Alternativen entwickeln. Mit Informations- und Beratungsangeboten stehen wir Ihnen zur Seite.


10 Schritte für eine "Zukunft in Arbeit"

  1. Banken in die Pflicht nehmen
    Kein betriebswirtschaftlich sinnvoller Auftrag und keine Zukunftsinvestition darf an der Finanzierung scheitern. Die Unternehmen benötigen Kredite zu anständigen Konditionen. Außerdem: Wer von Kurzarbeit betroffen ist oder arbeitslos wird, muss einen Dispo-Kredit zu fairen Bedingungen bekommen.
  2. Mehr Qualifizierung in der Kurzarbeit
    Der letzte Tag der Krise darf nicht der erste Tag des Fachkräftemangels werden. Es ist unverständlich, dass bisher nur zwei Prozent aller Kurzarbeiter in NRW die Zeit des Arbeitsausfalls für Weiterbildung nutzen. Bundesregierung, Landesregierung und Europäische Union müssen mehr Geld in die Qualifizierung stecken und die Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen vereinfachen.
  3. Zukunftstrends erkennen und handeln
    In zahlreichen Branchen könnte die Krise zu einem tief greifenden Verlust an industrieller Substanz führen. Strukturentwicklungs-Analysen müssen der erste Schritt sein, um gegenzusteuern. Wir brauchen auch morgen Arbeitsplätze in der Industrie. Dafür muss das Land in Abstimmung mit Arbeitgebern und Gewerkschaften schnell alle Voraussetzungen schaffen.
  4. Kurzarbeit voll nutzen statt entlassen
    Entlassungen sind unnötig und für die Betroffenen eine Zumutung, solange Kurzarbeit möglich ist. Die IG Metall wird sich gegen jeden Entlassungsplan stemmen, wenn nicht zuvor die Kurzarbeit im vollen Umfang (bis zu 24 Monate) genutzt worden ist.
  5. Beratungsangebot der IG Metall nutzen
    In jedem Unternehmen mit akut drohendem Stellenabbau prüft die IG Metall alle Möglichkeiten der Beschäftigungssicherung. Ihr Angebot: Eine Task-Force zur Krisenintervention, ein Netzwerk erfahrener Berater. In Eilfällen übernimmt die IG Metall sogar die Kosten der Beratung.
  6. Orientierungsberatung für Betriebsräte finanzieren
    Betriebsräte sind aktuell als Krisenmanager enorm gefordert. Jetzt werden in den Unternehmen die Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Effektive Beschäftigungssicherung erfordert enormes Know-how. Wir fordern die Landesregierung auf, für alle Betriebsräte eine Orientierungsberatung zu finanzieren, die sie bei der Erarbeitung betrieblicher Konzepte und der Nutzung öffentlicher Förderprogramme unterstützt.
  7. Bei unvermeidbarem Personalabbau
    Transfer und Qualifizierungen mit Rückkehrmöglichkeit. Ist ein Arbeitsplatzabbau unvermeidbar, müssen 24- statt zwölfmonatige Qualifizierungsmaßnahmen zur Vermittlung in neue Arbeit und mit Rückkehrmöglichkeit in den alten Betrieb vereinbart werden können. Die Bundesregierung muss dafür die gesetzlichen Voraussetzungen schaffen.
  8. Ausgebildete übernehmen
    Damit Ausgebildeten nicht der Weg ins Berufsleben versperrt bleibt, müssen betriebliche und tarifliche Vereinbarungen zur Übernahme Ausgebildeter mit den Möglichkeiten von Kurzarbeit und Qualifizierung intelligent verknüpft werden.
  9. Alters-Kurzarbeitergeld einführen
    Damit älteren Beschäftigten nach der Kurzarbeit nicht die Arbeitslosigkeit droht, müssen sie 36 statt 24 Monate lang Kurzarbeitergeld erhalten können. Zudem muss die Altersteilzeit ausgeweitet werden, um Jüngeren Zugänge in die Betriebe zu eröffnen.
  10. Leiharbeit fair regeln und begrenzen
    Die IG Metall wird weiter darauf drängen, Leiharbeit fair zu regeln und zu begrenzen. Es darf sich nicht wiederholen, dass Leiharbeitnehmer gleich doppelt verlieren: Sie verdienen meistens am wenigsten und werden als Erste entlassen.