Besser statt billiger

Mit "Besser statt billiger"-Strategien haben Betriebsräte und die IG Metall in Nordrhein-Westfalen bereits über 100.000 Arbeitsplätze gesichert. Denn bisher sind Beschäftigte mit Kurzarbeit und auch mit Qualifizierungen in den Betrieben gehalten statt entlassen worden.

Mit anhaltender Krise wächst jedoch der Druck von Banken und Gesellschaftern, die "scheinbar" billigsten Konzepte zu verfolgen: Beschäftigte entlassen, Ausgelernte nicht übernehmen, Ausbildung abbauen, Arbeitsplätze verlagern, Fertigungskonzepte auf geringeren Fachkräfte-Einsatz umstellen, Abweichungen von Tarifverträgen verlangen, bei Qualifizierung und Innovation sparen und die Leiharbeit nach der Krise ausweiten.

Jeder billiger-Strategie ist ein besser-Konzept gegenüber zu stellen - das geht auf Betriebsräte und IG Metall sind so schon in mehreren hundert Betrieben in Nordrhein-Westfalen erfolgreich:




  • Statt zu entlassen, wird Kurzarbeit für volle 24 Monate genutzt.
  • Ausgelernte werden übernommen (teilweise mit Kurzarbeit oder verkürzten Arbeitszeiten) statt ihre frisch erworbenen Qualifikationen in der Arbeitslosigkeit schnell wieder zu verlieren.
  • Verlagerungspläne werden hinterfragt und oftmals als Fehlinvestition ausgebremst.
  • Neue Produktionssysteme werden mitgestaltet und an ihren Vorteilen für nachhaltige Beschäftigungssicherung und Arbeitsplatzqualität gemessen.
  • Tarifabweichungen gibt es nicht ohne nachhaltige besser-Strategie und nicht ohne Bonus für Mitglieder der IG Metall.
  • Konzepte zur Zukunftssicherung werden als Grundlage für Qualifizierung und Innovation eingefordert.
  • Leiharbeit wird per Betriebsvereinbarung begrenzt oder ausgeschlossen und vor allem fair gestaltet.

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