Metallhandwerke
26/04/2012

Warnstreik auch im Elektrohandwerk

Die IG Metall NRW ruft auch die Beschäftigten des Elektrohandwerks zum Warnstreik auf. Der Arbeitgeberverband hat den Manteltarifvertrag gekündigt und fordert eine unbezahlte Arbeitszeitverlängerung um zwei auf 38 Wochenstunden. Zudem müssen die Beschäftigten Fahrten zu Baustellen, die bis zu 25 Kilometern vom Betrieb entfernt sind, selbst bezahlen. Langzeitkranke sollen mit Urlaubsentzug bestraft werden und Berufsanfänger vier Jahre lang weniger Urlaubsgeld erhalten.

Hintergrund der Arbeitgeber-Attacke: Der Qualifizierungstarifvertrag ist ausgelaufen. Er sah pro Monat 2,5 Stunden für Weiterbildung vor; tatsächlich wurde diese Zeit von den meisten Betrieben als unbezahlte Arbeitszeit genutzt. Der Fachverband Elektro- und Informationstechnische Handwerke NRW will diesen Tarifvertrag wieder in Kraft setzen, die IG Metall lehnt das ab. Ebenso die von Arbeitgeberseite vorgesehene Arbeitszeitverlängerung, die Streichung der Aufwandsentschädigung für auswärtige Tätigkeiten und den Verfall von Urlaubstagen bei längerer Krankheit.

Die Beschäftigten erleiden nach Berechnung der IG Metall einen Verlust von 350 Euro pro Monat - allein durch die unbezahlte Mehrarbeit und den Wegfall der sogenannten Auslösezonen für auswärtige Tätigkeiten.

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