Eltern brauchen Familiensoforthilfe

Verdienstausfall verlängern – erhöhen – erweitern 

Finanzielle Unterstützung für Eltern

Derzeit kursieren unterschiedliche Begriffe, die meist das Gleiche meinen. „Maßnahmen zur Unterstützung von Eltern“, „Corona-Elterngeld“, oder, wie der DGB es nennt, die „Familiensoforthilfe“.

Gemeint ist in allen Fällen eine finanzielle Unterstützung für Eltern. Denn viele Eltern sind aktuell von Verdienstausfall betroffen, weil sie ihre Kinder betreuen müssen und Schule oder Kita geschlossen sind. Deshalb sind sie auf Hilfe angewiesen. 

Viele Beschäftigte sind betroffen

Laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales haben aktuell bundesweit fast 3,9 Millionen Beschäftigte Kinder unter 12 Jahren. Im Organisationsbereich der IG Metall haben knapp 28 Prozent der Beschäftigten Kinder unter 14 Jahre. Da wo eine Kinderbetreuung nicht gewährleistet werden kann, müssen vieler dieser Beschäftigten zu Hause bleiben, um sich um ihre Kinder zu kümmern.

Aktuelle Regelung läuft aus

Die aktuelle Regelung des Infektionsschutzgesetzes gilt bis zum Endes des Jahres 2020. Sie sieht vor, dass Beschäftigte mit Kindern unter 12 Jahren maximal sechs Wochen lang 67 Prozent (höchstens 2.016€ monatlich) als Verdienstausfall bekommen.

Die Regelung gilt seit dem 30. März 2020. Sie läuft Mitte Mai für alle aus, die seitdem „in Vollzeit“ ihre Kinder betreuen. 

IG Metall fordert verbesserte Regelung

Die IG Metall fordert finanzielle Sicherheit für Familien. Und dafür setzen wir uns konkret ein! 

Wiederaufnahme der Arbeit für die Beschäftigten unter folgenden Bedingungen:

  • Öffnung von Schulen bzw. von Kitas - Sowohl das Kindeswohl, als auch die Interessen der berufstätigen Eltern und der Infektionsschutz für die Beschäftigten müssen dabei gesichert werden
  • Größere Arbeitszeitflexibilität durch den Arbeitgeber
  • Gewährleistung von Arbeits- und Gesundheitsschutz

 

Sollte eine Wiederaufnahme der Beschäftigung nicht möglich sein, fordern wir im Rahmen des Infektionsschutzgesetztes:

  • Die Entfristung der 6 Wochen-Regelung
  • Eine Erhöhung der Leistung - 67 Prozent sind nicht genug
  • Die unbürokratische Umsetzung. Denn die Familien sind auf schnelle Hilfen angewiesen
  • Eine solidarische steuerfinanzierte Lösung, statt einer zusätzlichen Belastung der gesetzlichen Krankenkassensysteme

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