Betriebe
11/11/2011

"Kein Outsourcing-Projekt hat bisher was gebracht"

Über 200 Vodafone-Beschäftigte aus Essen, Eschborn und Düsseldorf bereiteten dem Europa-Chef des Unternehmens heute vor der Vodafone-Zentrale in Düsseldorf einen lautstarken Empfang. Anlass war die Aufsichtsratssitzung zu den geplanten Outsourcing-Projekten der Firma. Dabei geht es um die Zukunft von 580 Beschäftigten in Eschborn und Essen.

Dirk Ochmann, Betriebsratsvorsitzender der Vodafone-Zentrale in Düsseldorf, sagte: "Was Vodafone den Beschäftigten zumutet, ist nicht zu akzeptieren. Wenn Vodafone den Druck auf die Arbeitnehmer erhöht, dann erhöhen wir den Protest." Heiko Romahn, der Sprecher der IG Metall-Vertrauensleute in der Vodafone-Zentrale, betonte das Recht auf Widerstand: Es sei richtig, für die eigenen Belange aufzustehen und zu streiten. Die von Vodafone vorgesehene Trennung zwischen Funknetz (rot) und der ehemaligen Arcor-Festnetzsparte (blau) sei ein Irrweg. 

Siegfried Balduin, IG Metall-Vorstand und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Vodafone Holding, sagte: "Ein Unternehmen, das Gewinne schreibt, hat nicht das Recht, Maßnahmen zu planen, die die Existenz der Beschäftigten gefährden." 

Lola Hort, die Betriebsratsvorsitzende von Vodafone in Essen, berichtete, dass 500 Beschäftigte dort durch Outsourcing in unsichere Beschäftigungsbedingungen verlagert werden sollen. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Vodafone, Toni Wolf, erklärte, dass bisher kein Outsourcingprojekt zum Nutzen des Unternehmens gelaufen sei. Überall hake es.

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