Aktuelles IG Metall
28/04/2018

IG Metall: Mehr Vertrauensleute

  • Vertrauensleuteklausur in Sprockhövel / 17 Fotos: Stephen Petrat

Die IG Metall NRW will die Zahl ihrer Vertrauensleute bis 2025 von knapp 7600 auf 9000 steigern. 

Die Vertrauensleute der IG Metall sind nah dran an den Problemen in den Betrieben und erster Ansprechpartner für die Mitglieder, sie sind „der Blutkreislauf der IG Metall“, sagt Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW. In den kommenden Jahren wird die Gewerkschaft die Arbeit ihrer Vertrauensleute deshalb verstärken. 
Die Weichen dazu stellten rund 160 Vertrauensleute aus Nordrhein-Westfalen am letzten April-Wochenende bei einer Klausur im IG Metall-Bildungszentrum Sprockhövel. Sie berieten über den Zukunftsplan der Gewerkschaft für die Arbeit der Vertrauensleute. Ziel: Künftig sollen noch mehr Vertrauensleute in noch mehr Betrieben für die Belange der Beschäftigten da sein.
  
Bezirksleiter Knut Giesler machte in seiner Begrüßung deutlich: Ohne Vertrauensleute könnte die IG Metall nicht so stark agieren. „Ihr seid der Blutkreislauf der IG Metall. Ohne euch wären wir nicht handlungsfähig“, sagte Giesler, der selbst in den 1980er-Jahren Vertrauensmann war. Wie wichtig Vertrauensleute für die Gewerkschaft sind, sei auch in der jüngsten Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie deutlich geworden. „Wir wären ohne unsere Vertrauensleute nicht so erfolgreich gewesen.“
Mit dem Zukunftsplan stellt sich die IG Metall auf die Veränderungen in den Betrieben ein, erklärte Giesler. Früher seien die Betriebe stark gewerblich geprägt gewesen, heute arbeiteten dort dagegen immer mehr Angestellte – auch sie sollen von starken gewerkschaftlichen Strukturen profitieren. Wichtig seien Nachhaltigkeit und Verbindlichkeit.
Wie kann das Arbeitsprogramm der Vertrauensleute für die nächsten Jahre aussehen? In Arbeitsgruppen berieten die Vertrauensleute über die Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Vertrauensleuten, das eigene Selbstverständnis, mehr Beteiligung von Beschäftigten, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Ansprache neuer Beschäftigungsgruppen.
„Euer Ehrenamt ist aller Ehren wert“, sagte Jürgen Mockenhaupt, Leiter des Vertrauensleuteausschusses des Bezirks Nordrhein-Westfalen. In der Öffentlichkeit werde die wichtige Arbeit von Vertrauensleuten nur wenig wahrgenommen, dabei leisteten sie eine ähnlich wichtige Arbeit wie die freiwillige Feuerwehr. „Mit unserer guten Arbeit brauchen wir uns nicht verstecken.“ 

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