10/05/2017

Industrie und Arbeit 2020 besser mitgestalten

Die Digitalisierung unserer Wirtschaft schreitet fort. Die industrielle Fertigung und Dienstleistung wird neu geordnet, ebenso die globale Wertschöpfung. Zusammengefasst werden diese Entwicklungen unter dem Begriff „Industrie 4.0“. Dabei birgt „Industrie 4.0“ Chancen für Arbeitsplätze, Arbeitsbedingungen und Standortentwicklungen, aber auch Risiken.

Denn Digitalisierung und weltweite Vernetzung von Produktionsstandorten werden die Arbeitsbedingungen aller Beschäftigten entlang der gesamten Wertschöpfungskette neu ordnen. Daher sind Mitbestimmung und Mitgestaltung bei „Industrie 4.0“ notwendig, um die Chancen dieser Technologien für Beschäftigung, Qualifikation und gute Arbeit frühzeitig herauszuarbeiten – und hier steht die betriebliche Ebene im Vordergrund.

In unserem Projekt „Arbeit 2020 in NRW“ geht es genau darum: nämlich Betriebsräte und Beschäftigte an der Gestaltung der Entwicklung von „Industrie 4.0“ insbesondere im Bereich von „Arbeit 4.0“ zu beteiligen. Mithilfe von verschiedenen Angeboten unterstützen wir sie dabei, aktiv mit eigenen Ideen und Konzepten auf die betrieblichen Veränderungen einzuwirken.

Arbeit 2020 in NRW - 4:0 für uns

Mit der Auswahl von 14 teilnehmenden Unternehmen ist unser Projekt erfolgreich gestartet. In Zusammenarbeit mit den Betriebsräten, IG- Metall Betriebsbetreuern und dem Projekt-Team haben wir nun auch mögliche Gestaltungsprojekte definiert, die zukünftig im Rahmen des Projektes bearbeitet werden sollen. Dabei wird der Fokus auf die Zusammenarbeit von Betriebsrat, Belegschaft und letztendlich auch mit der Geschäftsführung gerichtet.

Für die Gestaltungsprojekte ist die Themenvielfalt beträchtlich: Werden Arbeitsbelastungen gemindert oder gesteigert? Wird Arbeit geschaffen oder verlagert? Werden Arbeitsplätze auf- oder abgewertet? Welche Qualifizierungsmöglichkeiten gibt es? Welche Beschäftigtengruppen erhalten Zugang zu Qualifizierung? Steuert der Mensch die Technik oder die Technik den Menschen?

Die Antworten auf diese Fragen werden in jedem Unternehmen anders sein – gleich ist jedoch die Möglichkeit der aktiven Gestaltung der Diskussion durch Betriebsräte und Belegschaften. Hier kann das Projekt die Aushandlungsprozesse zusätzlich unterstützen.

Durch

  • die Einbeziehung erfahrener Beratungseinrichtungen in betriebliche Gestaltungsprojekte
  • neue Formen der Beteiligung von Beschäftigten
  • den betriebsübergreifenden Erfahrungsaustausch von Betriebsräten und
  • den Dialog mit wissenschaftlichen Einrichtungen
  • Transferworkshops als Austauschmöglichkeit der Projektbeteiligten sowie
  • Überbetriebliche Veranstaltungen mit Wissenschaft und Politik wird die aktive Mitbestimmung der Betriebsräte noch mehr gestärkt und sichtbar gemacht. 
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