Pressemitteilung
30/06/2014

IG Metall ruft zu Warnstreiks auf

Auch in der dritten Tarifverhandlung für die Eisen- und Stahlindustrie haben die Arbeitgeber heute kein Angebot vorgelegt. Die IG Metall ruft die Beschäftigten in den Betrieben der Eisen- und Stahlindustrie in Nordwestdeutschland auf, sich an den Warnstreiks vom 1. bis 4. Juli 2014 zu beteiligen.

Knut Giesler, Verhandlungsführer und Bezirksleiter IG Metall NRW: „Seit sechs Wochen kennen die Arbeitgeber die Forderungen der IG Metall. Es ist eine Unverschämtheit, die Beschäftigten so lange hinzuhalten. Dass die Arbeitgeber bis jetzt nicht in der Lage sind, eigene Vorstellungen über die Erhöhung der Entgelte und die anderen Themen dieser Tarifrunde vorzulegen, ist vollkommen unverständlich. Die Arbeitgeber tragen die Verantwortung dafür, dass die Tarifauseinandersetzung jetzt schärfer wird. Bis zum nächsten Verhandlungstermin werden wir uns deshalb kontinuierlich steigern und erwarten mehrere tausend Warnstreikende“.

Jugendaktion vor der dritten Verhandlung

Im Vorfeld der Tarifverhandlung überreichten mehr als 200 Jugend- und Auszubildendenvertreter den Arbeitgebern symbolische Geschenke. Sie untermauerten hiermit ihre Forderung. Die Geschenke waren von den Auszubildenden hergestellte Werkstücke aus Stahl mit dem Aufdruck: Unbefristete Übernahme, Werkvertrag, Arbeitsamt oder Leiharbeit.

Das Forderungspaket der IG Metall

Die Entgelte und Ausbildungsvergütungen für die rund 75.000 Beschäftigten in der Eisen- und Stahlindustrie sollen um fünf Prozent steigen. Dabei soll es für die Auszubildenden von ersten bis zum dritten Ausbildungsjahr überproportional mehr geben. Für sie soll der Erhöhungsbetrag des vierten Ausbildungsjahrs gelten. Der Tarifvertrag zur Altersteilzeit soll fortgeführt werden. Hier geht es vor allem darum, den demografischen Wandel in der Stahlindustrie weiterhin zu gestalten. Der Tarifvertrag soll an die neue Gesetzeslage (Rente mit 63) angepasst werden. Auch der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung soll fortgeschrieben werden, unter anderen um die unbefristete Übernahme von Auszubildenden über 2016 hinaus abzusichern. Zudem setzt die IG Metall darauf, die Zunahme von Werkverträgen einzudämmen und neue Standards für Fairness zu setzen.

Annika Paulinski

IG Metall-Bezirksleitung NRW

Roßstr. 94, 40476 Düsseldorf

Telefon: (0211) 45484-163

Mobil: 0160 – 533 00 95

E-Mail: annika.paulinski@igmetall.de

Internet: www.igmetall-nrw.de

Tags Pressemitteilung