Holz & Kunststoff Pressemitteilung
30/01/2024

Schwaches Angebot in der Tarifrunde der Holz- und Kunststoffindustrie

Nach beeindruckenden Warnstreiks in der Holz- und Kunststoffindustrie NRW, an denen sich über 1.700 Beschäftigte aus 13 Betrieben beteiligt haben, haben die Arbeitgeber in der dritten Verhandlung ein Angebot vorgelegt. Demnach sollen die Entgelte ab dem 01. November 2024 um 4 Prozent und ab 01. Juli 2025 um weitere 3 Prozent steigen. Zudem wurde eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 800 Euro angeboten.

Christian Iwanowski, Verhandlungsführer der IG Metall NRW: „Die Prozente für die Tabelle sind zu gering und die Inflationsausgleichsprämie ist viel zu niedrig. Die Beschäftigten ächzen unter den hohen Preisen – für sie zählt jeder Cent. Die Arbeitgeber müssen sich ihrer sozialen Verantwortung stellen und für deutliche Entlastung im Geldbeutel sorgen.“

Die Tarifkommission der IG Metall hat daher beschlossen, in einer zweiten Warnstreikwelle die Antwort auf dieses schwache Angebot zu geben. Iwanowski: „Die Beschäftigten sind verärgert über die geringe Wertschätzung der Arbeitgeber. Das werden sie in den kommenden Tagen vor den Werkstoren zum Ausdruck bringen. Wir erwarten in der nächsten Verhandlung endlich ein faires Angebot.“

Morgen, am Mittwoch, den 31.01.2024 legen die Beschäftigten von 6 Betrieben die Arbeit nieder und versammeln sich um 13:00 Uhr zu einer zentralen Kundgebung Am Werl 2, in Rheda-Wiedenbrück. Hieran beteiligen sich die Beschäftigten von Huga KG aus Gütersloh, Westag AG aus Rheda-Wiedenbrück, COR Sitzmöbel aus Rheda-Wiedenbrück, Loddenkemper Raumsysteme aus Oelde, Femira Bettensysteme aus Herzebrock-Clarholz und Frenkert Fenster aus Ochtrup.

Die IG Metall fordert in der Tarifrunde 8,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten, eine soziale Komponente, zum Beispiel in Form einer Inflationsausgleichsprämie von 3.000 € netto und eine überproportionale Erhöhung der Auszubildendenvergütung.  

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