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12/04/2019

Mehr Rente - mehr Zukunft

  • Tarifpolitische Konferenz in Sprockhövel / 8 Fotos: Thomas Range

Die IG Metall NRW will die Altersversorgung verbessern. Das hat sie auf ihrer tarifpolitischen Konferenz am 12. April in Sprockhövel beschlossen.

In der Resolution „Mehr Rente – mehr Zukunft“ heißt es, das Ziel der Rentenpolitik müsse „eine auskömmliche Rente und nicht möglichst niedrige Beitragssätze“ sein. Denn die Rentenkürzungen und die Arbeitsverhältnisse mit geringen Einkommen verursachten schwerwiegende Probleme: „Die Lebensstandardsicherung rückt damit für viele Menschen in weite Ferne, und Altersarmut wird zu einem bedeutenden Risiko.“
Wer 45 Jahre lang Durchschnittsverdiener war, erhält beim jetzigen Rentenniveau West von rund 48 Prozent knapp 1440 Euro Rente (brutto). Würde noch das Rentenniveau von 1999/2000 gelten, läge die Rente bei 1590 Euro. Im Jahr 2045, bei einem Rentenniveau von 42 Prozent, beträgt sie nur noch 1260 Euro.
Die gesetzliche Rente genügt nach Auffassung der IG Metall NRW nicht, „um im Alter ein würdevolles Leben zu führen“. Deshalb sei „eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung“ notwendig. Als Weg dorthin biete sich an, die Arbeitgeber zu verpflichten, in allen Betrieben Altersvorsorgewirksame Leistungen (AVWL) einzuführen oder sie deutlich aufzustocken.
Derzeit nutzen nur zwei Drittel der Beschäftigten in der Metallindustrie den Tarifvertrag zur Altersvorsorge (TV AVWL). Damit sich das ändere, sollten die Arbeitgeber verpflichtet werden, ihn für alle Beschäftigten gelten zu lassen, fordert die IG Metall NRW.

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