Wir erreichen viel, weil wir viele sind!

Die IG Metall Nordrhein-Westfalen hat in den letzten Jahren zusammen mit ihren Mitgliedern viel erreicht. Und wir erreichen viel, weil wir so viele sind. Mit unseren Tarifabschlüssen sind die Einkommen der Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie, Stahlindustrie, Textil- und Bekleidungsindustrie, Informationstechnologie, Holz- und Kunststoffindustrie sowie im Handwerk stetig gestiegen. Und das bedeutet immer auch eine Verbesserung der Lebensumstände für Millionen von Menschen

Mit dem Tarifvertrag über Branchenzuschläge für Leiharbeitnehmer ist es uns darüber hinaus gelungen, der zunehmenden Spaltung der Arbeitnehmerschaft einen Riegel vorzuschieben. Wir konnten an dieser Stelle nicht länger zuschauen, wie vollwertige Arbeitsverhältnisse mehr und mehr in Richtung Leiharbeit verschoben wurden.

Die vorausschauende Industrie- und Betriebspolitik der IG Metall trägt wie immer dazu bei, dass in den Betrieben in Nordrhein-Westfalen Beschäftigung erhalten oder sogar aufgebaut wird.

Deutlich mehr Geld für die Beschäftigten im Elektrohandwerk NRW

Die Einkommen der rund 100 000 Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Elektrohandwerk sind ab dem 1. Mai 2019 um 3,9 % gestiegen. Ab 1. Mai 2020 gibt es eine weitere Erhöhung um 2,8 %. Die Ausbildungsvergütung steigt überproportional ab dem 01. August 2019 um 50 Euro und ab dem 01. August 2020 um weitere 45 Euro.

Zudem erhalten alle Beschäftigten in den Elektrohandwerken ab Januar 2020 bundesweit mindestens 11,90 Euro je Stunde – 4,4 Prozent mehr als bisher. In den kommenden Jahren wird das Mindestentgelt im Elektrohandwerk pro Jahr um durchschnittlich vier Prozent weiter ansteigen, bis auf 13,95 Euro ab 2024. Das haben wir bereits jetzt im Tarifvertrag festgeschrieben. Dazu kommt, dass das Mindestentgelt zukünftig für alle Beschäftigten gibt, die elektrotechnische Tätigkeiten ausüben, als bisher nur für Beschäftigte außerhalb des Betriebes.

Dieser Tarifvertrag läuft bis zum 30. April 2021.

5,3 Prozent in 2 Stufen mehr im KFZ-Handwerk in NRW

Zum 1. Juni 2019 steigen die Entgelte für die Beschäftigten im KFZ-Handwerk in Nordrhein-Westfalen um 2,7 Prozent. Ab 1. August 2020 erfolgt eine weitere Erhöhung um 2,6 Prozent. In beiden Stufen steigt die Vergütung um mindestens 80 Euro. Alle Auszubildenden erhalten in beiden Stufen pro Lehrjahr jeweils 50 Euro mehr Geld. Darüber hinaus bekommen die Auszubildenden unmittelbar vor der schriftlichen Abschlussprüfung einen bezahlten freien Tag. Dieses Verhandlungsergebnis wurde zwischen IG Metall NRW und METALL NRW Fachgruppe Dienstleistungen/KFZ-Dienstleistungen erzielt. Unter dieses Entgeltabkommen fallen unter anderem die Beschäftigten der BMW-, Daimler- und IVECO Niederlassungen.

Der Tarifvertrag läuft bis 31.05.2021.

Mehr Geld und mehr freie Zeit für Beschäftigte in der Stahlindustrie  

Alle Beschäftigte der Stahlindustrie in NRW erhalten deutlich mehr Geld. Im März 2019 sind die Entgelte für die rund 72.000 Beschäftigten um 3,7 Prozent gestiegen. Auszubildende erhalten in zwei Stufen je nach Ausbildungsjahr eine Erhöhung der Auszubildendenvergütung von 88 Euro bis 188 Euro.

Ab 2020 erhalten alle Beschäftigten der Stahlindustrie in NRW eine zusätzliche tarifliche Vergütung in Höhe von 1.000 Euro, die jeweils zum 31.Juli ausgezahlt wird. Diese zusätzliche Vergütung ist dauerhaft und tarifdynamisch. Sie kann auch in freie Tage umgewandelt werden. Für alle Beschäftigten sind bis zu fünf freie Tage möglich. Die tatsächliche Anzahl der freien Tage pro Mitarbeiter ist abhängig von der Gesamtmenge der Anträge in einem Betrieb. Bei zu vielen Anträgen in einem Betrieb kann sich die Anzahl für den Einzelnen reduzieren. Die nicht genommenen freien Tage werden ausgezahlt.

Die Tarifverträge zur Altersteilzeit, zur Beschäftigungssicherung und über den Einsatz von Werkverträgen werden verlängert. Zudem wurde eine Verhandlungsverpflichtung für eine tarifliche Regelung für Dual Studierenden erreicht.

Der Tarifvertrag läuft bis zum 28. Februar 2021.