12/10/2004

25 000 Menschen fordern Erhalt der Arbeitsplätze

Über 25 000 Menschen sind heute, am 19. Oktober, dem Aufruf der IG Metall gefolgt und haben für den Erhalt der Arbeitsplätze bei den Opel-Werken in Bochum demonstriert.

Zu den angekündigten Stellenstreichungen und Schließungsplänen von General Motors erklärte Ludger Hinse, 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstelle Bochum: „Dies ist ein Angriff auf Arbeitsplätze und kulturelle Werte Europas. Gegen diesen Angriff leisten wir Widerstand. Hier darf niemand entlassen werden. Die Menschen brauchen eine Zukunft.“

Ein erster Schritt zu ernsthaften Verhandlungen über den Erhalt von Arbeitsplätzen und Standorten bei Opel wurde gestern in Rüsselsheim erreicht. Dietmar Hahn, Betriebsratsvorsitzender in Bochum, erklärte hierzu auf der Kundgebung: „Seit 43 Jahren werden bei Opel gute Autos gebaut. Es gibt eine Unzahl von intelligenten Lösungen, damit das auch in Zukunft so bleibt. Wir werden durchsetzen, dass diese Lösungen auch genutzt werden; gegen einen Rambo-Manager wie den Europa-Chef von GM, Fritz Henderson, der 9600 Menschen in Bochum den Stuhl vor die Tür stellen will. Die Blockade-Haltung des Vorstandes konnten wir aufbrechen. Das hat die Belegschaft erreicht.“

Vor den über 25 000 Kundgebungsteilnehmern aus vielen Betrieben der Region, Delegationen aus den VW-Werken in Wolfsburg, von Porsche in Stuttgart und den spanischen Gewerkschaften erklärte Detlef Wetzel, Bezirksleiter der IG Metall in Nordrhein-Westfalen: „Das Unternehmen hatte Pläne zur Standortvernichtung präsentiert. Jetzt wird ernsthaft über Standortentwicklungskonzepte verhandelt.“

Die Verhandlungen sollen bereits in dieser Woche fortgesetzt werden.

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