Politik
07/05/2011

Mehr als 1000 Menschen protestieren gegen Rechts

Über 1000 Menschen haben heute in Köln gegen die rechtsextreme Partei "pro Köln" demonstriert. Dazu aufgerufen hatte das Bündnis "Köln stellt sich quer", dem auch die IG Metall angehört. Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes (SPD) sagte: "Rechts muss raus. Köln ist bunt. Wir dulden keine Rassisten.“ Eine Stunde später zogen rund 200 Neonazis über die Deutzer Brücke in die City. Mehrere 1000 Polizisten schützten sie.

„Marsch für die Freiheit“ nannten die Rechten ihre Veranstaltung. Dieses Motto sei eine Provokation, sagte der Kölner DGB-Vorsitzende Andreas Kossiski. Unter Freiheit verstünden die Marschierer Diskriminierung und rassistische Hetze. Eine Provokation sei auch der Zeitpunkt des Marsches am Vortag des 8. Mai, des Jahrestages der Befreiung vom Faschismus. Als Provokation empfinde er ebenfalls den Startpunkt des Marschs: Von Deutz aus sind während der Nazi-Diktatur die Juden deportiert worden.

"Wir wollen verschieden sein"

Der DGB-Vorsitzende von NRW, Andreas Meyer-Lauber, sagte an die Adresse der Rechtsextremisten: „Wir protestieren dagegen, dass ihr uns weismachen wollt, dass es nur zwei Sorten von Menschen gibt – die einen, die zur sogenannten Volksgemeinschaft gehören, und die anderen, die die Feinde sind.“ Der Gewerkschafter betonte seine Recht, anders zu sein: „Wir sind nicht alle gleich, wir wollen verschieden sein.“ Und weiter: „Ihr könnt uns nicht verbieten, anders als ihr zu sein.“

Rolli Brings und Familie sangen zur Melodie von „Glory Glory Halleluja“: „Neonazis russ us Kölle – denn he will üch keener hann!“

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