29/03/2014

Wenn der Wecker früher klingelt

Die IG Metall NRW lädt alle Betriebsräte, die mit technologischen Umbrüchen in ihren Betrieben konfrontiert sind, zum Industriepolitischen Dialog ein. Das Tagesseminar findet am 14. Mai im IG Metall-Bildungszentrum Sprockhövel statt.

"Der Wecker klingelt heute früher, weil das Wohnungssystem bereits recherchiert hat, dass es einen Stau auf dem Weg zur Arbeit gibt", heißt es in der Einladung - und illustriert eine praktische Auswirkung von "Industrie 4.0", der Vernetzung intelligenter digitaler Technik in der vierten industriellen Revolution. Langsam entsteht eine höchst flexible und dezentral gesteuerte Produktion. Der Unterschied zwischen der Industriearbeit von heute und morgen ist so groß wie der zwischen Elektrizität und IT-Technik, realer und digitaler Welt.

"Unser Ziel ist", schreibt IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler, "frühzeitig zu informieren, zu diskutieren und geeignete Formen der Mitgestaltung und Mitbestimmung zu erarbeiten." Dabei stehe die Frage im Mittelpunkt: Wie kann eine sichere und faire Industriearbeit aussehen?"

In fünf Workshops soll über wichtige Aspekte der Industriearbeit von morgen diskutiert werden: über nachhaltigen Arbeits- und Gesundheitsschutz, betriebliche Weiterbildung, über Arbeitszeitsouveränität, den Missbrauch von Werkverträgen und den Einfluss von Betriebsräten auf die Veränderungsprozesse.

Das Seminar vermittelt Kenntnisse gemäß Paragraf 37.6 Betriebsverfassungsgesetz, die für Betriebsräte erforderlich sind. Die Teilnahme kostet 210 Euro plus 40 Euro für Verpflegung.

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