Betriebe
29/10/2009

Urlaub bleibt erhalten, Lohnerhöhung kommt

Die Deutschen Edelstahlwerke (DEW) wollen im nächsten Jahr wieder einen Gewinn erwirtschaften. Das Unternehmen hat deshalb mit der IG Metall NRW eine vom Flächentarifvertrag abweichende Regelung getroffen. Danach müssen die Beschäftigten einmalig 40 Stunden unentgeltlich arbeiten. Im Gegenzug verzichtet die Firma auf betriebsbedingte Kündigungen und übernimmt alle 120 Ausgebildeten und befristet Beschäftigten.

Die Geschäftsführung der DEW hatte ursprünglich den Verzicht auf sechs Tage Urlaub ins Spiel gebracht. Das lehnten die IG Metall und die Betriebsräte ab, der Anspruch auf 30 Tage bezahlten Urlaub bleibt auch 2010 bestehen. Abgelehnt wurde auch der Vorschlag, die Tariferhöhung 2010 zu verschieben. Es bleibt dabei, dass die 3.300 Beschäftigten an den fünf Standorten in Witten, Hattingen, Hagen, Siegen und Krefeld im Januar 2 Prozent mehr Lohn und Gehalt erhalten.

Tarifvertraglich geregelt wurde zudem, dass ab Januar auch die Mitarbeiter im Bereich außerhalb der Produktion(zum Beispiel in der Verwaltung) kurzarbeiten, und zwar an vier Tagen im Monat. Nach Ablauf der Kurzarbeit, frühestens ab Oktober 2010, kann die Geschäftsführung von jedem Beschäftigten 40 unbezahlte Arbeitsstunden abfordern. Die Belegschaft wird dem Unternehmen außerdem einen Teil der Jahressonderzahlung 2010 stunden: Statt 110 Prozent des Monatslohns werden nur 50 Prozent ausgezahlt; dafür gibt es 2012 und 2013 jeweils 140 Prozent.

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