Politik
03/02/2011

EU-Energiestrategie 2020 gefährdet Industrie-Jobs

Die EU-Energiestrategie 2020 benachteiligt energieintensive Betriebe und gefährdet industrielle Arbeitsplätze in NRW. Heißt es in einem "Warnruf" von Oliver Burkhard und Reiner Hoffmann, den Bezirksleitern von IG Metall und IG Bergbau, Chemie, Energie. Am 4. Februar beraten die Staats- und Regierungschef der EU die Energiestrategie 2020.

Oliver Burkhard wirft der EU-Kommission in Brüssel vor, energiepolitische Ziele zu formulieren, "ohne sich die energieintensiven Betriebe genau anzusehen". Eine Steigerung der Energieeffizienz um 20 Prozent bis 2020 habe Konsequenzen für die Arbeitsplätze und Einkommen von hunderttausenden Beschäftigten. Die Politik erweise dem Klimaschutz einen Bärendienst, wenn die besonders ressourceneffizienten Industriebetriebe in NRW wegen überteuerter Energiekosten ihre Wettbewerbsfähigkeit verlören. Dann würde die Produktion in Länder mit niedrigeren Umweltstandards verlagert.

Die NRW-Betriebe mit bezahlbarer Energie zu versorgen ist nach den Worten von Reiner Hoffmann "der beste Dienst, den man dem Klimaschutz erweisen kann". Beide Gewerkschafter forderten eine "Neuausrichtung" der EU-Energiepolitik. Im ersten Halbjahr 2011 soll eine DGB-Konferenz zu diesem Thema stattfinden.

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