Betriebe
19/07/2011

Fooke zieht Kündigung von Betriebsräten zurück

Der Inhaber der Maschinenfabrik Fooke hat seinen Antrag an das Arbeitsgericht Bocholt auf Zustimmung zur Kündigung zweier Betriebsratsmitglieder zurückgezogen. „Das ist ein Teilerfolg“, sagte Carmen Schwarz von der IG Metall Bocholt. „Damit ist noch nicht gewährleistet, dass die Geschäftsführung zur vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat bereit ist.“

Mittelständler Johannes Fooke redet schon seit Jahren nicht mehr mit dem Betriebsratsvorsitzenden Uwe Meyer und dessen Stellvertreterin Elisabeth Wolf (igmetall-nrw.de berichtete am 17. Juni 2011).

Der Betriebsrat lehnte Fookes Kündigungsbegehren gegen Meyer und Wolf ab; das Gericht sollte diese fehlende Zustimmung am 28. Juli ersetzen. Doch schon beim Gütetermin im Mai hatte der Richter zu verstehen gegeben, dass Fooke den Prozess verlieren könnte. „Meyer und Wolf haben sich nichts zu Schulden kommen lassen“, sagte Gewerkschaftssekretärin Schwarz.

Offiziell hat Fooke die Rücknahme der Kündigung nicht begründet. Auf einer Mitarbeiterversammlung erklärte der Unternehmer, er handle „zum Wohle der Belegschaft und des Betriebs“. Die Belegschaft von Fooke und die Delegiertenversammlung der IG Metall Bocholt hatten sich mit den betroffenen Betriebsratsmitgliedern solidarisch erklärt; die IG Metall machte den Konflikt öffentlich und forderte den Unternehmer auf, sein Kündigungsbegehren zurückzuziehen.

Metaller halten zusammen

„Wir haben klar gemacht: Wenn einer von uns angegriffen wird, halten wir zusammen“, sagte Carmen Schwarz. „Es gibt aber keinen Grund, die Sektkorken knallen zu lassen.“ Jetzt komme es darauf an, dass der Arbeitgeber zur vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat zurückfinde. „Wir und der Betriebsrat sind dazu bereit.“

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