Werkvertrag
13/09/2011

IG Metall macht sich für Werksvertragsbeschäftigte stark

"Viel Arbeit am Rand - Werkverträge und Outsourcing". So lautet der Titel einer Arbeitshilfe für Betriebsräte. Herausgeber der 63-seitigen Broschüre ist die IG Metall. Sie mache sich damit "stark für die Rechte der Werksvertragsbeschäftigten", schreibt IG Metall-Vize Detlef Wetzel im Vorwort. Die Broschüre ist in jeder IG Metall-Verwaltungsstelle kostenlos erhältlich.

Immer mehr Firmen lagern komplette Arbeitsbereiche an Fremdfirmen aus, vergeben zentrale Aufgaben an Werkvertragsnehmer. Das so genannte Outsourcing senkt Kosten und schönt Bilanzen. Die Zeche zahlen die Beschäftigten mit schlechteren Arbeitsbedingungen, denn Outsourcing unterläuft Tarifverträge.

Die Arbeitshilfe informiert nicht nur über die Rechte des Betriebsrats bei Personalplanung und Neueinstellung. Der Autor Christian Iwanowski, IG Metall-Bezirkssekretär in Düsseldorf, gibt auch Tipps, wie die Betroffenen angesprochen und die Stammbeschäftigten für das Thema Ausgliederung interessiert werden können. Außerdem sollte Ourtsourcing in der Öffentlichkeit skandalisiert werden, rät er.

Detlef Wetzel möchte mit der Broschüre eine Diskussion über einen gewerkschaftlichen Betriebsbegriff anstoßen, "der über die betriebsverfassungsrechtliche Definition hinausgeht". Die IG Metall fühle sich für alle Beschäftigten auf dem Betriebsgelände zuständig - "egal, in welchem Beschäftigungsverhältnis sie stehen".

Tags Werkvertrag