Politik
02/10/2012

IG Metall NRW: "Arbeit fair bezahlen statt Löhne drücken"

Die IG Metall NRW macht sich für sichere und faire Arbeitsverhältnisse stark: Am Freitag, 5. Oktober, finden landesweit über 30 Veranstaltungen statt - gegen billige Leiharbeit und schlecht bezahlte Werkverträge. Auf Plakatmobilen und Flugblättern fordert die IG Metall "Prekäre Beschäftigung Stopp!"

"Wer auf einer vollen Stelle arbeitet, der muss sein Leben und seine Altersvorsorge davon bestreiten können", sagte IG Metall-Bezirkssekretär Christian Iwanowski. "Mit Billigjobs geht beides nicht."

Der sogenannte Niedriglohnsektor wird immer größer: Eine Befragung von 1200 Betriebsratsvorsitzenden durch die IG Metall hat ergeben, dass bereits in 28 Prozent der Betriebe Stammarbeitskräfte durch Leiharbeiter und Werkvertragsnehmer ersetzt werden. Dabei sind Niedriglöhne und atypische Beschäftigung kein Sprungbrett in regulär bezahlte und unbefristete Arbeitsverhltnisse; das hat eine Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation der Uni Duisburg-Essen ergeben.

Wer von seinem Lohn nicht leben kann, hat Anspruch auf Hartz IV und kann sein Einkommen aufstocken. Das kostet den Steuerzahler jährlich Geld in Milliardenhöhe. IG Metall-Experte Iwanowki: "Arbeitgeber, die auf Lohndumping setzen, nehmen die gesamte Gesellschaft für sich in Haftung."

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