Betriebe
21/05/2012

IG Metall NRW fordert Unternehmensplan über 2014 hinaus

IG Metall-Bezirksleiter Oliver Burkhard hat den Autobauer Opel gewarnt, eine Standortentscheidung gegen Bochum zu treffen. Eine solche Entscheidung würde kein Problem lösen, denn Opel habe im Kern kein Kosten-, sondern ein Strategie-Problem, sagte Burkhard nach der heutigen Betriebsversammlung in Bochum.

"GM und Opel müssen endlich grünes Licht für solide Investitionen in die neuen Modelle, die weltweite Vermarktung und Entwicklung aller Standorte geben", sagte Burkhard weiter. Erforderlich sei eine schlüssige Gesamtstrategie für alle Bochumer Werke über 2014 hinaus.

Bis Ende 2014 gilt der Standortsicherungsvertrag für Bochum. Er verbietet Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen.

Opel-Chef Karl-Friedrich Starke sagte laut dpa: "Es gibt keine Entscheidung zu Opel nach 2014." Bis zum 28. Juni werde das Management dem Aufsichtsrat ein Konzept vorlegen, aus dem auch die Zukunft des Bochumer Standorts hervorgehe.

Der Betriebsrat verlangte eine Zusage, dass der Familienvan Zafira für die gesamte Laufzeit des Modells in Bochum produziert wird. In den Medien waren zuletzt Befürchtungen bekannt geworden, wonach die Zafira-Produktion ins Opel-Stammwerk Rüsselsheim verlagert werden soll. Starke sagte dazu: "Ich habe zu keinem Zeitpunkt den Zafira von Bochum in Rüsselsheim angeboten."

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