Metall & Elektro
24/05/2012

Mehr Geld, unbefristete Übernahme und faire Leiharbeit

Die IG Metall NRW und der Arbeitgeberverband Metall NRW haben das in Baden-Württemberg am 18. Mai erzielte Verhandlungsergebnis für die Metallindustrie übernommen. Nach der siebten Verhandlung heute in Bochum sagte IG Metall-Bezirksleiter Oliver Burkhard: "Wir hatten uns viel vorgenommen und wir haben richtig viel erreicht."

Die 700.000 Beschäftigten erhalten ab sofort 4,3 Prozent mehr Entgelt; die Ausbildungsvergütungen steigen ebenfalls um diesen Prozentsatz. Diese Tarifvereinbarung gilt bis Ende April 2013. Zudem ist die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten wieder die Regel, von der nur ausnahmsweise abgewichen werden kann. Die Betriebsräte haben mehr Mitspracherechte beim Einsatz von Leiharbeit; und die Leiharbeiter selbst erwerben nach 24 Monaten einen Anspruch auf ein festes Job-Angebot.

Außerdem erhalten sie ab November einen Branchenzuschlag von 15 Prozent, wenn sie mindestens sechs Wochen in der Metallindustrie im Einsatz sind. Nach neun Monaten - das wäre im August 2013 - beträgt der zeitlich gestaffelte Zuschlag 50 Prozent ihres Grundentgelts. Diese Vereinbarung hat die IG Metall auf Bundesebene am Dienstag mit den Verbänden der Zeitarbeit, BAP und IGZ, geschlossen. Leiharbeiter in der untersten Entgeltgruppe verdienen dann zwischen 186 und 621 Euro mehr pro Monat, in der Spitze zwischen 621 und 1380 Euro mehr.

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