Aktuelles Politik
25/05/2016

Windkraft-Ausbau nicht stoppen

Die Energiewende steht auf der Kippe. Berlin will den Ausbau der Windkraft deckeln. Dagegen protestierten die IG Metall NRW und Betriebsräte der Zulieferindustrie.

Die IG Metall und der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hatte für heute zu einer bundesweiten "Warnminute" aufgerufen. In NRW nahmen daran beispielsweise die Beschäftigten der Bochumer Maschinenfabrik und Eisengießerei Eickhoff teil (2. Foto). Hintergrund der Aktion ist die geplante Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Dabei soll der Ausbau von Windenergie gedrosselt statt gefördert werden, obwohl sie die effizienteste Art der Ökostrom-Erzeugung ist.

Der Zubau soll künftig mittels einer Formel berechnet werden - abhängig vom Ausbau der gesamten erneuerbaren Energiequellen. Einen festen Ausbaukorridor gäbe es dann nicht mehr. Die Windenergie auf See ("Offshore") soll bei nur 800 Megawatt Zubau pro Jahr gedeckelt werden.

Die Regierung gefährde damit eine industrielle Erfolgsgeschichte, argumentiert die IG Metall. Die Energiewende sei ein Jobmotor. Allein in der Windkraftbranche sind bis heute über 150 000 Arbeitsplätze entstanden. In der gesamten Ökostrombranche sind es rund 370 000.

Die Pläne der Regierung würden die Dynamik der Energiewende ausbremsen, kritisierte IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler. Dabei gelte es, "den Leistungsträger Windenergie kontinuierlich auszubauen statt einzuschränken." 

Pressemitteilung

Wie die Regierung die Windkraft abwürgt

Tags Politik