Politik
13/09/2010

Protest gegen Berliner Sparpolitik läuft

Herbst aktiv: In allen 43 Verwaltungsstellen der IG Metall NRW finden in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten Aktionen gegen die Sparpolitik der Bundesregierung statt - im Betrieb und auf der Straße. Höhepunkt ist der Aktionstag am Samstag, 13. November: eine Kundgebung in den Dortmunder Westfalenhallen, zu der die IG Metall gemeinsam mit allen DGB-Gewerkschaften in NRW aufruft.

Die Protestaktionen stehen unter dem Motto "Sparpaket? Annahme verweigert!" NRW-weit werden Unterschriften gegen die Sparpläne der schwarz-gelben Koalition gesammelt; sie sollen dokumentieren, dass viele Menschen die massiven Sparmaßnahmen auf Kosten der Arbeitslosen und der Hartz IV-Empfänger ablehnen.  Info-Flugblätter und Unterschriften-Karten können bei der IG Metall-Bezirksleitung NRW bestellt werden: monika.hertwig(at)igmetall(dot)de

Wer wissen will, wo welche Protestaktionen laufen, sollte seinen Betriebsrat fragen oder die örtliche IG Metall-Verwaltungsstelle anrufen (www.igmetall.de/vor-ort).

Weitere Themen der Protestaktionen sind die Rente mit 67, die von der IG Metall strikt abgelehnt wird, und die Leiharbeit, die dringend begrenzt und fair geregelt werden muss. In der Metall- und Elektroindustrie beispielsweise erlebt die Leiharbeit einen Boom - und sorgt mit dafür, dass der Niedriglohnsektor immer größer wird. Mit fatalen Folgen: Die Mittelschicht schmilzt. Darauf hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin, hingewiesen. Zurzeit gehören nur noch 60 Prozent der Menschen in Deutschland zur Mittelschicht; vor zehn Jahren waren es noch 66 Prozent. Die Forscher halten diese Entwicklung für besorgniserregend, denn eine starke Mittelschicht sei "wichtig für den Erhalt der gesellschaftlichen Stabilität".

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