Betriebe
21/06/2011

Toller Erfolg: Alle Entlassenen wieder eingestellt

Der Betriebsrat des Kaltwalzwerks Risse & Wilke in Iserlohn ist für den Deutschen Betriebsrätepreis 2011 nominiert worden. Er hat dafür gesorgt, dass alle Beschäftigten, die in der Krise entlassen worden sind, wieder eingestellt wurden, berichtete der Vorsitzende Neumaier (Foto).

In der Wirtschaftskrise 2009 brachen bei Risse & Wilke fast zwei Drittel der Aufträge weg; kaltgewalzte Bleche und Bänder bestellte plötzlich kaum jemand mehr. Die Belegschaft ging auf Kurzarbeit - an elf von 20 Arbeitstagen im Monat. Das aber genügte nicht. 60 Beschäftigte wechselten in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft. Ihnen versprach der Betriebsrat: "Hier wird niemand eingestellt, bevor du nicht wieder drin bist."

Er hielt Wort. Der erste Mitarbeiter kehrte schon Ende 2009 in die Firma zurück. Inzwischen sind alle, die zurück wollten, wieder bei Risse & Wilke beschäftigt. Zu den alten Konditionen.

Ende 2010 gab es dann die ersten zusätzlichen Neueinstellungen. Und die Erstausbildung wurde hochgefahren, die Ausbildungsquote liegt inzwischen bei acht Prozent. Leiharbeit gibt es bei Risse & Wilke nicht. Das verhindert bis 2015 eine Betriebsvereinbarung.

Die Belegschaft habe den gesamten Prozess mitgetragen, sagte der Betriebsratsvorsitzende Klaus-Peter Neumaier. "Das lag vor allem daran, dass alle in jeder Phase beteiligt waren."

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