Betriebe
13/06/2012

IG Metall-Chef NRW: "Wir haben Zeit gewonnen"

Die Geschäftsleitung von Opel, die IG Metall und der Betriebsrat des Autobauers werden über den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2016 verhandeln. Die Arbeitnehmerseite überlegt, die jüngste Tariferhöhung von 4,3 Prozent zu stunden. Das teilte heute die IG Metall in Frankfurt mit.

Verhandelt wird auch eine Lösung, wonach das Opel-Werk in Bochum nicht wie allgemein erwartet Anfang 2015 geschlossen würde, "sondern die Zafira-Produktion bis zum Auslauf in Bochum verbliebe", heißt es in der Pressemitteilung. Gespräche über die Zukunft des Standorts würden "in Kürze" aufgenommen.

Der IG Metall-Bezirksleiter von NRW, Oliver Burkhard, sagte: "Wir haben mit dieser Lösung Zeit gewonnen, nicht mehr und nicht weniger. Jetzt sind vernünftige Perspektiven für alle deutschen Opel-Standorte zu verhandeln." Zugeständnisse der Belegschaft könne es nur geben, "wenn es im Gegenzug glasklare Zusagen gibt - für Investitionen, Beschäftigungs- und Standortsicherungen in allen Werken".

Der Vorsitzende des Opel-Gesamtbetriebsrats, Wolfgang Schäfer-Klug, sagte: "Unser Ziel ist es, dass wir am Ende eine gemeinsame Lösung für Opel und alle Beschäftigten erreichen." Der IG Metall-Vorsitzende Berthold Huber bekräftigte: "Wir fordern Perspektiven für die Beschäftigten aller Standorte."

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