Politik
22/02/2012

Oliver Burkhard: "Lasst uns ein Zeichen setzen"

Am 25. November 1990 wurde der 28-jährige Angolaner Amadeu Antonio in Eberswalde, Brandenburg, nachts von Rechtsextremisten zu Tode gejagt. Er zählt zu den bekanntesten Opfern rechtsextremer Gewalt in Deutschland seit der Wiedervereinigung 1990. Die Gesamtzahl der Todesopfer ist umstritten. Die Bundesregierung geht von 58 aus, die Amadeu-Antonio-Stiftung von 182.

"Die von rechtsextremistischen Gewalttätern verübten Morde, Raubüberfälle und Anschläge erfüllen die Menschen in Deutschland mit Abscheu und Entsetzen. Wir trauern um die Opfer." So lauten die ersten beiden Sätze des gemeinsamen Aufrufs der Arbeitgeberverbände und des DGB zum Gedenken an die Opfer rechtsextremer Gewalt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) rufen die Beschäftigten dazu auf, am Donnerstag, 23. Februar, 12 Uhr, für eine Schweigeminute in ihrer Arbeit innezuhalten.

Diesem Aufruf haben sich der DGB NRW und die Unternehmerverbände NRW angeschlossen. Die Arbeitswelt sei "ein Bereich, in dem Menschen ungeachtet ihrer Herkunft und ihrer Religion kollegial zusammenarbeiten", sagte Unternehmer-Präsident Horst-Werner Meyer-Hunke. Der IG Metall-Bezirksleiter von NRW, Oliver Burkhard, appelliert an die Beschäftigten, sich zu beteiligen: "Lasst uns für eindrucksvolle Zeichen des Zusammenhalts gegen rechtsextremistische Kräfte und rechtsextremistische Gewalt in unserem Land sorgen. Respekt der Menschen untereinander - das ist es, was zählt, darauf baut unser Zusammenleben auf, dafür stehen wir ein."

Bundesweit veranstaltet die IG Metall vom 12. bis 25. März "Internationale Wochen gegen Rassismus". Am 21. März findet der Tag gegen Rassismus statt.

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