Politik
14/08/2013

IG Metall fordert mehr Wahlrecht für Migranten

Die IG Metall Nordrhein-Westfalen macht sich für Migrantinnen und Migranten stark. Sie fordert ein "Wahlrecht für alle Menschen, die schon seit langem in Deutschland leben". Das fördere die Vielfalt in Deutschland und stärke den Zusammenhalt.

Seit 41 Jahren können ausländische Arbeitnehmer oder Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund ihre betriebliche Interessenvertreter wählen, also den Betriebsrat. Dafür haben die Gewerkschaften gesorgt - bei der Reform des Betriebsverfassungsgesetzes von 1972. Ihre politischen Interessenvertreter in der Kommune, im Land und im Bund können Migranten jedoch nach wie vor nicht mitbestimmen.

Wer keinen deutschen Pass besitzt und auch keine doppelte Staatsbürgerschaft, darf in Deutschland nicht wählen. Ein Unding aus Sicht der IG Metall. Die Gewerkschaft fordert nicht nur ein Wahlrecht für Migranten, die schon lange in Deutschland leben, sondern auch die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft; bislang müssen sich Migranten für eine Staatsbürgerschaft entscheiden.

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