Leiharbeit
08/10/2013

IG Metall Köln erstreitet 660 Euro mehr für Leiharbeiter

Die Zeitarbeitsfirmen im Industriepark Köln, die für Ford arbeiten, müssen ihren Beschäftigten einen Branchenzuschlag zahlen. Das hat die IG Metall Köln-Leverkusen in mehreren Verfahren vor dem Arbeitsgericht durchgesetzt. Der Stundenlohn eines angelernten Montagearbeiters erhöht sich durch den Zuschlag von bis zu 50 Prozent um 4,37 Euro auf 13,11 Euro. Das sind im Monat rund 660 Euro mehr Lohn.

Die Verleihunternehmen hatten behauptet, sie seien Dienstleistungsunternehmen, unterlägen also nicht dem Tarifvertrag über Branchenzuschläge für Arbeitnehmerüberlassungen in der Metall- und Elektroindustrie. Obwohl sie Fahrzeugkomponenten für Ford montieren und für ihre Stammbelegschaft Firmentarifverträge auf Industrieniveau mit der IG Metall abgeschlossen haben.

Die Entscheidungen des Arbeitsgerichts Köln (Aktenzeichen 14 Ca 2242/13 u.a.) sind nicht rechtskräftig. Der Kölner IG Metall-Bevollmächtigte Witich Roßmann hat alle betroffenen Arbeitgeber im Industriepark aufgefordert, das Urteil zu akzeptieren und die fälligen Branchenzuschläge an die Beschäftigten auszuzahlen.

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