Jugend
15/02/2013

IG Metall kündigt "Revolution Bildung" an

Die IG Metall startet am 9. März eine neue, bundesweite Kampagne. Ihr Name: "Revolution Bildung". Das hat IG Metall-Bundesjugendsekretär Eric Leiderer angekündigt - in seiner Rede zum Abschluss des zweitägigen Jugendtreffens der IG Metall NRW heute in Willingen.

Anderthalb Tage lang haben sich die nahezu 900 Jugend- und Auszubildendenvertreter sowie Betriebsräte mit drei Themen befasst: Übernahme der Ausgebildeten in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, betriebliche Personalplanung und Fachkräftemangel. Diese Themen hätten eine gemeinsame Schnittmenge, sagte Eric Leiderer von der IG Metall-Vorstandsverwaltung in Frankfurt/Main: "Bildung".

Leiderer sagte: "Ich spreche davon, dass diese Gesellschaft nur dann eine Zukunft hat, wenn gute Bildung für alle Menschen offensteht. Wenn alle Menschen ausreichend Zeit haben, sich weiterzubilden, nach ihren eigenen Interessen. Und dass es nicht das Geld sein darf, was über Zugang zu Bildung entscheidet." Das aber sei nicht der Fall, obwohl Bildung ein Menschenrecht sei. Deshalb sei "eine Revolution in der Bildungslandschaft" vonnöten. 

"Wir fordern," sagte Leiderer, "dass Bildung allen Menschen zu jeder Zeit offen stehen muss und dass die Gesellschaft jeden unterstützt, der sich weiterbilden will." Und das Thema betreffe nicht nur die Studierenden.

"Das Thema Bildung betrifft genauso den Familienvater im Industriebetrieb, der nach der Ausbildung angefangen hat zu arbeiten und der jetzt gerne Ingenieur werden will. Das Thema betrifft Menschen mit Migrationshintergrund. Das Thema betrifft junge Mütter, die nach der Geburt wieder durchstarten wollen. Das Thema betrifft letztendlich die gesamte Gesellschaft. Und weil es ein Thema ist, dass die ganze Gesellschaft betrifft, fordern wir, dass Bildung radikal neu geregelt werden muss."

Geplant ist, die "Revolution Bildung" am 9. März mit einem Feuerwerk im Internet zu starten: www.revolutionbildung.de

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