Betriebe
15/12/2014

Zukunft des Düsseldorfer Sprinterwerk gesichert

Knapp ein Zehntel der rund 6500 Arbeitsplätze im Sprinterwerk von Daimler in Düsseldorf können bis 2020 abgebaut werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind in dieser Zeit ausgeschlossen. Darauf haben sich der Betriebsrat und das Unternehmen geeinigt.

Nach 15 Protestaktionen und monatelangen Verhandlungen haben die Betriebsparteien am 12. Dezember eine Lösung des Konflikts erzielt: Sollte die Sprinternachfrage nicht stark anziehen, können in den nächsten sechs Jahren bis zu 600 Arbeitsplätze abgebaut werden - sozialverträglich, durch freiwilliges Ausscheiden. Betriebsrat und IG Metall hatten den Abbau von 1800 Arbeitsplätzen befürchtet und damit das gesamte Werk bedroht gesehen, nachdem der Autokonzern kundgetan hatte, ein Sprinterwerk in den USA aufzubauen.

Dieses Werk soll nach wie vor gebaut, der Standort Düsseldorf jedoch nicht in Frage gestellt werden. Im Gegenteil. Düsseldorf wird zum Leitwerk der weltweiten Sprinterfertigung ausgebaut. Geplant ist, dort 300 Millionen Euro zu investieren. Außerdem soll die Zahl der Auszubildenden erhöht statt reduziert werden.

Der Düsseldorfer IG Metall-Geschäftsführer Nihat Öztürk zollte der Belegschaft Respekt. Sie habe gezeigt, welchen Druck sie auf die Konzernleitung ausüben könne. "Erst dadurch war es möglich, die Zukunft des Standortes über 2020 hinaus zu sichern."

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