Pressemitteilung
11/11/2009

Vorleistungen der Beschäftigten sind nicht mehr drin

Die IG Metall NRW fordert, dass General Motors schnell ein tragfähiges Zukunftskonzept vorlegt. Fritz Henderson hatte bei seinem Besuch in Rüsselsheim angedeutet, dies werde noch mehrere Wochen dauern. Vorher wolle man mit der Arbeitnehmerseite Einigkeit über die Restrukturierung erzielen.

Oliver Burkhard, IG Metall-Bezirksleiter NRW: "Das muss genau anders herum laufen. Nach dem, was sich GM alles geleistet hat, muss jetzt zu allererst ein klares Zukunftskonzept auf den Tisch - mit einer Perspektive für alle Werke, mit Beschäftigungssicherung und ohne Entlassungen. Vorher gibt es nichts zu verhandeln."

Als irritierend bewertet die IG Metall NRW die Aussagen von Henderson, für die Opel Führung würde eine Person mit "Abenteuerlust" gesucht. Des weiteren kritisiert die IG Metall, dass GM nicht bereits die Eckpunkte des neuen Konzeptes vorlegt. Beispielsweise den Standort Bochum mit dem Hinweis auf "interessante Optionen" abzuspeisen, ist  das Gegenteil einer vertrauensbildenden Maßnahme.

Oliver Burkhard: "Das letzte, was die Kollegen bei Opel im Moment haben, ist Lust auf Abenteuer. Sie wollen endlich Klarheit und Sicherheit. Mein Eindruck ist, dass bei GM nicht ansatzweise begriffen worden ist, wie viel Vertrauen schon zerstört ist. Was jetzt nötig ist, ist ein klares Wort zur Zukunft des Standortes Bochum. Die Menschen dort jetzt wieder zwischen "Schließung" und "interessanter Option" hängen zu lassen, ist eine unglaubliche Zumutung. Ich frage mich, wann die GM-Spitze endlich aus dem selbst verschuldeten Desaster lernt."

Die IG Metall erwartet als Voraussetzung für Verhandlungen von GM, dass nach dem monatelangen Tauziehen ein belastbares Konzept vorgelegt wird, das nicht in erster Linie Streichungspläne enthält, sondern einen soliden Investitionsplan, eine Marktstrategie und eine langfristig orientierte Produktionsplanung für alle Standorte. Voraussetzung ist auch, dass Opel mehr Eigenständigkeit erhält und wesentliche Fragen der Markt und Modellpolitik bei Opel entschieden werden.

Mit freundlichen Grüßen

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Dr. Marc Schlette
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