Pressemitteilung
09/11/2010

1000 junge Leute starten mit Straßenaktionen

Auf den Dortmunder Straßen und Plätzen werden sich an diesem Freitag, den 12. November 2010 über 1.000 junge Menschen mit Straßenaktionen Platz und Gehör verschaffen.

Für gute Ausbildung, Übernahme und faire Arbeit statt billige Leiharbeit, Sozialhilfe und geraubte Lebenschancen treffen sie sich aus ganz Nordrhein-Westfalen. Ihren Protest richten sie gegen die Sparpakete, die die Bundesregierung in den kommenden Wochen beschließen will. Ihr Motto dazu: "Annahme verweigert".

Am Samstag, den 13. November 2010 werden zudem mehrere Tausend Gewerkschafter, darunter auch viele Metaller und Metallerinnen aus ganz Nordrhein-Westfalen, ab 10:45 Uhr zur Kundgebung in der Dortmunder Westfalenhalle erwartet.

Oliver Burkhard, IG Metall-Bezirksleiter in NRW: "Wir brauchen einen Kurswechsel. Die Menschen erwarten von der Politik, dass endlich Lehren aus der Krise gezogen werden. Und dass es gerecht und fair zugeht. Die Bundesregierung macht mit ihrem Sparpaket genau das Gegenteil - nach dem Motto: Wir sparen, koste es was es wolle. Die Zeche sollen Arbeitnehmer, Familien und die Schwächsten in dieser Gesellschaft zahlen. Spitzenverdiener und Vermögende kommen ungeschoren davon. Das ist Politik gegen eine Mehrheit der Menschen. Dadurch wird das Vertrauen in unsere Demokratie weiter verspielt. Dagegen erheben wir unsere Stimme. Wir sagen zum Sparpaket: Annahme verweigert. Wir wollen mehr Fairness. In der Stahlindustrie haben wir gerade gezeigt, dass Leiharbeit auch mit fairem Lohn geht. Jetzt muss auch die Politik dem Missbrauch von Leiharbeit endlich einen Riegel vorschieben."

In den vergangenen Wochen gab es allein im Bereich der IG Metall über 500 betriebliche Versammlungen. Mehr als 140.000 Beschäftigte haben Alternativen zur Politik der unsozialen Sparpakete, der Kopfpauschale im Gesundheitswesen, der Einführung der Rente mit 67 diskutiert und eingefordert. Mit Infoständen, Demonstrationen und Kundgebungen in zahlreichen Städten von NRW wurden diese Diskussionen zugespitzt. Zur Kundgebung in der Dortmunder Westfalenhalle reisen sehr viele Beschäftigte aus ganz NRW mit starken Ideen an.

Eine Radlergruppe macht sich schon am Vortag aus Lippstadt, Hamm und Unna auf den Weg.

Hunderte Beschäftigte von Ford aus Köln haben isch mit einer zusätzlichen Demonstration angemeldet, die um 9:00 Uha ab dem Dortmunder Hauptbahnhof startet. Viele werden sich dort anschließen. Eine weitere Demonstration gibt es von den Busparkplätzen zur Dortmunder Westfalenhalle. Fantasievolle Aktionen werden in die Dortmunder Westfalenhalle hineingetragen.

Am Freitagabend gibt es neben Thekengesprächen in Dortmunder Kneipen und Flugblattaktionen eine "Schwarz-Gelbe Party", einen "Trauermarsch Ausbildung" sowie eine ganze Reihe weiterer Spontanaktionen.

In der kommenden Woche, am 17. November, wird die IG Metall der Bundesregierung in Berlin in einer weiteren Aktion die Sparpakete mit dem Hinweis "Annahme verweigert" symbolisch zurückgeben.

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Wolfgang Nettelstroth, Pressesprecher
IG Metall-Bezirksleitung NRW
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