Betriebe
20/01/2010

Aufatmen in Hattingen: Standort gesichert

Einen Interessenausgleich und Sozialplan haben der Betriebsrat von O&K Antriebstechnik und der O&K-Eigner, der italienische Carraro-Konzern, gestern in Hattingen unterschrieben. Damit ist die geplante Produktionsverlagerung vom Tisch, der Standort wird zum "Kompetenzzentrum für Getriebe" im Konzern ausgebaut.

"Solidarität führte zum Erfolg!", erklärte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Gerd Starosta nach Unterzeichnung der Verträge. Der IG Metall-Bevollmächtigte von Gevelsberg-Hattingen, Otto König, sagte: "Unser Leitbild ´Wir kämpfen ohne Illusionen, aber mit Hoffnungen` hat sich als richtig erwiesen." Dem Ende der Verhandlungen war eine siebenmonatige Auseinandersetzung mit mehreren Demonstrationen und Kundgebungen sowie einer 26-stündigen Arbeitsniederlegung vorausgegangen. Für den Carraro-Konzern unterschrieben dessen Vizepräsident und Personalchef Mario Sgobbi und der ehemalige O&K-Geschäftsführer Paolo Menegozzi die Verträge.

Die Zahl der Beschäftigten wird von 190 auf 138 reduziert - über Abfindungen und den Wechsel in eine Transfergesellschaft, über die Nichtverlängerung von Fristverträgen, Altersteilzeit und Abgang in Rente. Die Ausgebildeten werden für mindestens zwölf Monate in ein Arbeitsverhältnis übernommen. Die Kurzarbeit wird bis April 2011 verlängert.

Als "Herzstück der getroffenen Vereinbarung" bezeichnet die IG Metall die Festschreibung der Produktpalette des Getriebebauers O&K, die genehmigten Investitionen in zwei neue Maschinen und den Abschluss eines neuen Mietvertrags für das Werksgelände.

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