Betriebe
05/07/2010

"Siemens lässt uns fallen - und dagegen stehen wir auf"

90 Beschäftigte der IT-Sparte von Siemens haben sich heute auf dem Willy-Brandt-Platz in Essen fallen lassen. Ihr Protest gegen die Ausgliederung der SIS-Betriebe aus dem Konzern stand unter dem Motto "Siemens lässt uns fallen - und dagegen stehen wir auf". Bei der heutigen Tarifverhandlung mit Siemens gab es keine Annäherung.

Mit der geplanten Ausgliederung der IT-Sparte Solutions & Services (SIS) aus der Siemens AG ist allein in Deutschland der Abbau von rund 2000 Stellen verbunden. Dagegen protestierten heute bundesweit 2000 Beschäftigte.

Beim Protest in Essen waren auch die SIS-Standorte Bocholt, Düsseldorf und Duisburg vertreten. Der Siemens-Vorstand wurde aufgefordert, den Personalabbau sozialverträglich zu gestalten und auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.

In Paderborn nahmen 350 SIS-Beschäftigte am traditionellen Montagsspaziergang teil, der heute zum 27. Mal stattfand. Die Demonstranten unterschrieben eine überdimensionale Protestpostkarte an den Siemens-Vorstand. Der IG Metall-Bevollmächtigte von Paderborn, Carmelo Zanghi, ermunterte die SIS-Belegschaft, die Tarifverhandlungen zwischen IG Metall und Siemens in München weiter zu unterstützen: "Noch müsst ihr Druck machen, noch darf der Fuß nicht vom Gaspedal genommen werden."

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