Leiharbeit
08/02/2011

"FDP muss Widerstand aufgeben"

Die IG Metall Köln-Leverkusen wirft der FDP beim Thema Leiharbeit vor, eine Lösung des Problems im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat zu verhindern. Im Ausschuss geht es um die Frage, ab wann Leiharbeitnehmer genau so bezahlt werden wie Stammbeschäftigte.

"Während sich CDU/CSU und SPD bei der Frage der gleichen Bezahlung ab dem ersten Arbeitstag annähern, fungiert die FDP als Betonfraktion", sagte der Kölner IG Metall-Bevollmächtigte Witich Rossmann. Die Liberalen blockierten somit eine Besserregelung für eine Million Beschäftigte in der Leiharbeitsbranche. Die FDP müsse ihren - rein dogmatisch begründeten - Widerstand aufgeben, forderte Rossmann.

Dass gleiche Bezahlung von Leiharbeitnehmern möglich ist, zeigen viele betriebliche Beispiele: Beim Autobauer Ford zum Beispiel gelten die Metalltarifverträge schon seit 2003 auch für die Leiharbeitnehmer. Bei der Firma NKT Cables in Köln kommen nur Zeitarbeitsfirmen zum Zuge, die den Metalltarif bezahlen. Der Betriebsrat des Eisenwerks Brühl hat mit der Geschäftsleitung vereinbart, keine Leiharbeiter mehr einzustellen. Alle Neueinstellungen erfolgen zumindest als befristete Einstellungen.

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