Leiharbeit
07/01/2011

Schon jede zweite Neueinstellung erfolgt über Leiharbeit

Ungefahr jeder zweite Beschäftigte, der neu eingestellt wird, ist ein Leiharbeitnehmer. Das hat eine Umfrage der IG Metall Bonn-Rhein-Sieg ergeben. Daran beteiligt haben sich Betriebsräte aus 53 Betrieben der Metallwirtschaft in den Kreisen Rhein-Sieg, Euskirchen und der Stadt Bonn.

Der Umfrage zufolge rechnen die Betriebsräte mit insgesamt 500 neuen Arbeitsplätzen bis Juni 2011; in dieser Zahl nicht enthalten sind die Ausgebildeten, die laut Tarifvertrag für ein Jahr übernommen werden müssen. Hochgerechnet bedeutet das Umfrageergebnis - die beteiligten Betriebsräte vertreten ein Drittel aller Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie - , dass bis Mitte des Jahres rund 1500 Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden.

"Etwa die Hälfte der Arbeitsplätze wird über Leiharbeit in die Betriebe kommen", heißt es in der Pressemitteilung der IG Metall Bonn-Rhein-Sieg. Das ist etwas mehr als eine Befragung der Metall-Tarifkommission NRW Ende November 2010 ergeben hat; danach erfolgen 35 Prozent aller Neueinstellungen über Leiharbeit. Bereits 70 Prozent aller Betriebe beschäftigen Leihkräfte. In fast jedem zweiten dieser Betriebe gibt es sogenannte Besservereinbarungen, das heißt Leiharbeitnehmer erhalten dort mehr Geld als üblich, weil Betriebsräte und IG Metall sich dafür eingesetzt haben.

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