IG Metall Metall & Elektro
07/05/2013

Metalltarifrunde droht zu eskalieren

"Ohne Kursänderung steuern die Arbeitgeber den Großkonflikt an", sagte IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler in Lemgo vor 3000 Demonstranten - es war die landesweit größte Protestkundgebung gegen das Tarifangebot der Arbeitgeber. In 208 Betrieben ruhte die Produktion, weil 22.000 Beschäftigte die Arbeit niederlegten.

IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Knut Giesler kritisierte, dass die Arbeitgeber bisher "nur Null-Lösungen" angeboten haben: keine Tariferhöhung im Mai, keine im Juni und anschließend keine Reallohnsteigerung. Das Angebot von 2,3 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 13 Monaten bedeute bei zwei Nullmonaten eine Einkommenserhöhung um 1,9 Prozent. Das entspreche der Inflationsrate.

Der von den Arbeitgeber geforderten betrieblichen Differenzierung des Tarifabschlusses erteilte Giesler eine klare Absage: "Für uns ist keine Lösung dieser Tarifrunde vorstellbar, in der Betriebsräte unser Verhandlungsergebnis im Betrieb noch einmal nachverhandeln müssen!"

Die IG Metall NRW wird am Montag, 13. Mai, in Leverkusen erneut mit den Arbeitgebern verhandeln.

Für Mittwoch, 8. Mai, hat die IG Metall die Beschäftigten in rund 120 Betrieben zum Warnstreik aufgerufen.

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