Leiharbeit
06/11/2010

Bis zu 30 Prozent Leiharbeiter im Betrieb

In den Metallbetrieben in Rheine und Umgebung sind bis zu 30 Prozent der Beschäftigten Leiharbeitnehmer. Das berichtete die IG Metall Rheine. Sie informierte heute in Emsdetten über das Thema und machte auf den Skandal der ungleichen Bezahlung von Stammbeschäftigten und Leihkräften aufmerksam.

Der Wirtschaftsaufschwung gehe nicht nur bundesweit mit einem Boom der Leiharbeit einher, sagte der Rheiner IG Metall-Bevollmächtigte Heinz Pfeffer. "Diese Entwicklung beobachten wir auch in unserer Region mit Sorge."

Pfeffer wies gleichzeitig auf die "durchaus positiven Beispiele" hin; danach erhalten Leiharbeiter "zumindest die gleichen Stundenlöhne wie die Festangestellten". Diese Erfolge seien in erster Linie auf das engagierte und von der IG Metall unterstützte Vorgehen der Betriebsräte zurückzuführen.

Leider speise ein Großteil der Betriebe die Leiharbeitnehmer aber weiterhin mit Stundenlöhnen von 7,50 oder 8,00 Euro ab, sagte der IG Metall-Bevollmächtigte. Es se "ein Hohn", wenn Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) kräftige Tariferhöhungen anmahne, "die Politik aber weiterhin eine gesetzliche Regelung zum Schutz der Leiharbeitnehmer verweigert", sagte Pfeffer. Die IG Metall fordert, den Grundsatz "gleiche Arbeit - gleiches Geld" im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) verbindlich festzuschreiben und keine Ausnahmen zuzulassen.

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