Werkvertrag
13/07/2010

"Das Thema brennt unter den Nägeln"

Die IG Metall NRW will das Thema Werk- und Dienstleistungsverträge anpacken. "Wenn wir nicht gegensteuern, wird der Trend zu immer mehr prekärer Beschäftigung ungebremst so weitergehen", sagte Bezirksleiter Oliver Burkhard auf einer Betriebsrätetagung von über 120 Teilnehmern heute in Sprockhövel.

Seit 2007 läuft die Leiharbeitskampagne "Gleiche Arbeit - Gleiches Geld". Sie wird jetzt um das Thema Werkvertrag erweitert. Und die starke Teilnahme an der Konferenz in Sprockhövel zeige: "Das Thema brennt den Betriebsräten unter den Nägel", sagte IG Metall-Bezirkssekretär Christian Iwanowski.

Bezirksleiter Oliver Burkhard rief die Betriebsräte dazu auf, sich in die Personalpolitik einzumischen, den Arbeitgeberkonzepten "eine eigene arbeitnehmerorientierte Personalplanung" entgegenzusetzen.

"Fair statt prekär" lautet das Motto der IG Metall-Kampagne, mit der sie alle Formen ungesicherter Arbeit - Leiharbeit, Befristungen, Mini-Jobs sowie Werk- und Dienstverträge - sozial gestalten will. Überall ist dieser Trend zu beobachten: Die Stammbelegschaften wird ausgedünnt, die Randbelegschaft immer größer. Die IG Metall hat dafür ein Bild geprägt: eine Pizza mit viel Rand und wenig Belag.

Das Thema Werkvertrag "anzupacken" heißt für die IG Metall: den Umfang und die Anwirkungen von Werkverträgen im Betrieb zu recherchieren, mit Werkvertragarbeitnehmern ins Gespräch zu kommen und gegen Lohndumping zu protestieren.

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