Leiharbeit
24/02/2010

"Leiharbeit ist kein Job wie jeder andere"

Auf der heutigen Jobbörse von Arbeitsagentur und Zeitarbeitsfirmen in Paderborn ist auch die IG Metall vertreten. "Wir informieren die Arbeitssuchenden über ihre Rechte als Leiharbeiter", erklärte Christian Iwanowski von der IG Metall-Bezirksleitung NRW. Auf den Zeitarbeitsbörsen in Bielefeld, Gummersbach, Wuppertal und Gütersloh wird die IG Metall ebenfalls Flagge zeigen.

Auf den Zeitarbeitsbörsen stellen die Verleiher sich und ihre Stellenangebote vor. "Sie tun gern so, als wäre der Job eines Leiharbeiters ein Job wie jeder andere", kritisierte Iwanowski. "Genau das ist er nicht!" Das Einkommen eines Leiharbeiters sei wesentlich geringer als das eines vergleichbaren Stammbeschäftigten. Gleichzeitig sei aber das Risiko des Leiharbeiters, arbeitslos zu werden, größer. Geringer als vielfach behauptet sei der sogenannte Klebeeffekt: Nur 15 Prozent der Leiharbeiter werden vom Kundenbetrieb in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.

Am 4. März ist die IG Metall auf der Zeitarbeitsmesse in Bielefeld (Ringlokschuppen) vertreten; am 10. März in Gummersbach (Einkaufszentrum), am 18. März in Wuppertal (Stadthalle) und am 23. März in Gütersloh (Stadthalle). So weit der vorläufige Terminplan.

Am IG Metall-Stand auf den Zeitarbeitsmessen liegen nicht nur Flugblätter aus. Auch Unterschriftenlisten. Darauf können die Besucher mit ihrer Unterschrift die IG Metall-Forderung nach Einführung eines Mindestlohns für Leiharbeiter unterstützen.

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