NRW
10/01/2015

DGB NRW ruft zur Demonstration gegen Dügida auf

Die islamfeindliche Initiative Dügida - "Düsseldorf gegen die Islamisierung des Abendlandes" - will am Montag, 12. Januar, erneut demonstrieren. Der DGB NRW unterstützt die Gegendemonstration, zu der das Bündnis „Düsseldorfer Appell“ aufgerufen hat. Diese Demonstration startet gegen 18 Uhr am Düsseldorfer DGB-Haus, Friedrich-Ebert-Straße 34-38.

„Pegida, Dügida und Co. stehen für dumpfe Vorurteile, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit“, sagte Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW. „Dem stellen wir uns klar entgegen. Der DGB und seine Gewerkschaften vertreten eine demokratische und tolerante Gesellschaft, in der Ressentiments und Ausgrenzung keinen Platz haben. Wir fordern alle Menschen in NRW auf, sich an der Gegenbewegung zu beteiligen und deutlich zu machen: Rechtspopulisten und Islamfeinde sind eine kleine Minderheit. Die große Mehrheit unterstützt ein Gesellschaftsmodell, in dem Toleranz und gegenseitiger Respekt oberste Werte sind.“

Gerade vor dem Hintergrund des grausamen Attentates von Paris dürfe sich die Bevölkerung nun nicht spalten lassen. Meyer-Lauber: „Der brutale Terror einzelner darf nicht dazu führen, dass Muslime unter Generalverdacht gestellt werden. Wir brauchen mehr Solidarität und Verständnis untereinander, nicht weniger.“

Mehr als 20 Gewerkschaften, Kulturinitiativen und Sportvereine rufen zur Anti-Dügida-Demo auf.

Nachdem die Pegida-Demonstration in Köln am 5. Januar aufgrund des großen Widerstandes kurzfristig abgesagt worden war, hatten die Anhänger angekündigt, fortan in der Landeshauptstadt auf die Straße zu gehen. In Köln war die Beleuchtung des Doms abgeschaltet worden. Auch in der Landeshauptstadt sollen markante Gebäude verdunkelt werden, darunter das Rathaus, der Schlossturm, das Riesenrad und der Vodafone-Tower.

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