Leiharbeit
23/03/2012

Dortmunder Metaller schenken Arbeitgebern Riesenpizzas

Pünktlich zur Mittagszeit kam der Pizza-Service: Die IG Metall Dortmund belieferte den Unternehmensverband der Metallindustrie heute mit zwei "Pizza Precaria". Dieses Hefegebäck - viel Rand, wenig Belag - steht für Firmen mit vielen Leiharbeitern und schrumpfender Stammbelegschaft. "Unsere Leute haben natürlich eine vernünftige Pizza bekommen", berichtete der 1. IG Metall-Bevollmächtigte Hans-Jürgen Meier.

Mit rund 50 Metallerinnen und Metallern waren er (Foto rechts) und die 2. IG Metall-Bevollmächtigte Ulrike Kletzeka (Foto links) vor das Haus des Unternehmensverbandes der Metallindustrie für Dortmund und Umgebung gezogen. Vor dem Haus in der Prinz-Friedrich-Karl-Straße stellten sie eine aufblasbare, sechs Meter große Pizza auf. Die beiden Exemplare der "Pizza Precaria" - 50 Zentimeter im Durchmesser - waren echt, eine Pizzeria hatte sie nach den Vorgaben der IG Metall gebacken. Der Geschäftsführer des Metallarbeitgeberverbandes, Heinz S. Thieler, nahm die Pizzen in Empfang. "Der Mann lässt nichts verkommen", sagte ein Metaller lachend.

Thieler verteidigte den Einsatz von Leiharbeitern in der Metallindustrie. Er sei nötig - aus Gründen der Flexibilität und der Wettbewerbsfähigkeit. Gleichwohl räumte er ein, dass es Firmen gibt, die Leiharbeit missbrauchen. Dem Missbrauch müsse eine Riegel vorgeschoben werden, sagte Thieler.

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